Basilikum – Alles über Anbau, Pflege, Wirkung und Verwendung der beliebten Kräuterpflanze

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Basilikum ist eines der bekanntesten und beliebtesten Küchenkräuter der Welt. Schon beim ersten Duft erinnert es an mediterrane Sommer, frische Tomaten und würzige Pastagerichte. Basilikum ist jedoch nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern auch eine Pflanze mit erstaunlichen gesundheitlichen Vorteilen. In diesem Artikel erfährst du alles über Basilikum, seinen Ursprung, Anbau, Pflege und vielseitige Verwendung.

Herkunft und Geschichte von Basilikum

Basilikum stammt ursprünglich aus Indien und anderen tropischen Regionen Asiens. Schon vor Tausenden von Jahren wurde das Kraut dort als heilige Pflanze verehrt. Später gelangte Basilikum über Handelsrouten nach Europa und wurde besonders in Italien und Frankreich schnell zum festen Bestandteil der Küche. Heute gibt es viele verschiedene Basilikum-Arten, von klassischem süßen Basilikum bis hin zu exotischen Sorten wie Zitronen- oder Thai-Basilikum.

Die wichtigsten Basilikum-Sorten

Basilikum ist nicht gleich Basilikum. Es existieren mehr als 60 Sorten weltweit. Die bekanntesten sind das Genueser Basilikum, das Thai-Basilikum, das Zitronen-Basilikum und das Rotblättrige Basilikum. Jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack, Duft und Einsatzzweck. Während das Genueser Basilikum ideal für Pesto und mediterrane Gerichte ist, passt das Thai-Basilikum perfekt zu asiatischen Speisen.

Basilikum richtig anbauen

Basilikum ist relativ einfach anzubauen, wenn man ein paar Grundregeln beachtet. Die Pflanze liebt Sonne, Wärme und nährstoffreiche, lockere Erde. Im Garten sollte Basilikum an einem windgeschützten Platz stehen. Wer Basilikum auf der Fensterbank zieht, sollte für ausreichend Licht sorgen. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, doch Staunässe sollte vermieden werden, da die Wurzeln empfindlich reagieren.

Pflege von Basilikum im Topf

Basilikum im Topf ist besonders beliebt, da es sich hervorragend in der Küche halten lässt. Damit dein Basilikum lange frisch bleibt, solltest du ihn regelmäßig gießen und die Blätter vorsichtig ernten. Dabei ist es wichtig, immer oberhalb eines Blattpaares zu schneiden, damit neue Triebe nachwachsen können. Außerdem sollte das Kraut alle zwei Wochen mit einem milden Flüssigdünger versorgt werden.

Basilikum im Garten – Tipps für Freilandpflanzen

Wer Basilikum im Garten anpflanzt, sollte auf warme Temperaturen achten. Unter 12 Grad Celsius leidet die Pflanze schnell. Ein sonniger Standort und gut durchlässige Erde sind ideal. Außerdem lohnt es sich, Basilikum neben Tomaten oder Paprika zu pflanzen – die Pflanzen harmonieren hervorragend und fördern sich gegenseitig im Wachstum.

Vermehrung von Basilikum

Basilikum lässt sich leicht durch Samen oder Stecklinge vermehren. Stecklinge sind besonders praktisch: Man schneidet einen etwa zehn Zentimeter langen Trieb ab, entfernt die unteren Blätter und stellt ihn in ein Glas Wasser. Nach wenigen Tagen bilden sich Wurzeln, und die Pflanze kann in Erde eingepflanzt werden. So kann man aus einer Pflanze viele neue ziehen.

Basilikum ernten und lagern

Basilikum sollte am besten vormittags geerntet werden, wenn die ätherischen Öle besonders konzentriert sind. Frisch geerntet schmeckt es am besten, aber man kann Basilikum auch haltbar machen. Dazu kann man die Blätter einfrieren, trocknen oder in Öl einlegen. Getrocknetes Basilikum verliert allerdings etwas an Aroma, weshalb frische Blätter meist bevorzugt werden.

Verwendung von Basilikum in der Küche

Basilikum ist ein wahrer Alleskönner in der Küche. Es passt perfekt zu Tomaten, Pasta, Fisch, Salaten und Suppen. Besonders bekannt ist es als Hauptzutat im klassischen Pesto alla Genovese. Auch in Getränken und Desserts findet Basilikum seinen Platz – etwa in Limonaden oder Eiscreme. Wichtig ist, Basilikum immer erst am Ende des Kochvorgangs hinzuzufügen, damit das Aroma erhalten bleibt.

Basilikum und seine gesundheitlichen Vorteile

Basilikum hat nicht nur einen großartigen Geschmack, sondern auch viele gesundheitliche Vorzüge. Es enthält ätherische Öle, Antioxidantien und Vitamine. Basilikum wirkt entzündungshemmend, verdauungsfördernd und stärkt das Immunsystem. Außerdem soll es helfen, Stress zu reduzieren und den Blutdruck zu regulieren. Schon im alten Indien wurde Basilikum in der ayurvedischen Medizin eingesetzt.

Basilikum in der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde wird Basilikum traditionell als Heilpflanze verwendet. Ein Tee aus Basilikumblättern kann bei Magenbeschwerden, Husten oder Kopfschmerzen helfen. Die ätherischen Öle wirken antibakteriell und beruhigend. Auch äußerlich kann Basilikum eingesetzt werden – zum Beispiel in Form von Kompressen bei Hautreizungen.

Basilikumöl – Herstellung und Anwendung

Basilikumöl ist einfach herzustellen und vielseitig einsetzbar. Dafür werden frische Basilikumblätter in hochwertiges Olivenöl eingelegt und einige Tage stehen gelassen. Das aromatische Öl eignet sich perfekt zum Würzen von Gerichten oder als Basis für Salatdressings. Zudem kann Basilikumöl in der Aromatherapie verwendet werden, da es beruhigend und konzentrationsfördernd wirkt.

Basilikum als Zimmerpflanze

Basilikum ist nicht nur nützlich, sondern auch dekorativ. In hellen Küchenfenstern oder auf Balkonen sorgt es für frische grüne Akzente. Wichtig ist, dass die Pflanze genügend Licht bekommt und regelmäßig beschnitten wird. Dadurch wächst sie buschiger und bleibt länger vital.

Basilikum und Nachhaltigkeit

Der Anbau von Basilikum zu Hause ist nicht nur praktisch, sondern auch umweltfreundlich. Man spart Verpackung, Transportwege und Plastikabfall. Außerdem kann man auf Pestizide verzichten und frisches, biologisch angebautes Kraut genießen. Wer mag, kann Basilikum in einem vertikalen Garten oder in einer Kräuterspirale pflanzen.

Häufige Probleme beim Basilikum-Anbau

Viele Menschen haben Schwierigkeiten, Basilikum langfristig am Leben zu halten. Zu wenig Licht, zu viel Wasser oder kalte Zugluft sind die häufigsten Ursachen. Auch Blattläuse oder Pilzerkrankungen können auftreten. Mit der richtigen Pflege, regelmäßiger Belüftung und einem sonnigen Standort lässt sich Basilikum jedoch gut gesund halten.

Basilikum in der Kultur und Symbolik

Basilikum hat in vielen Kulturen eine symbolische Bedeutung. In Indien gilt es als heilig, in Italien steht es für Liebe und Lebensfreude. Schon im Mittelalter wurde Basilikum als Zeichen von Glück und Fruchtbarkeit angesehen. Auch heute noch ist es ein Symbol für Frische, Reinheit und Wohlbefinden.

Rezepte mit Basilikum

Basilikum kann in zahlreichen Rezepten verwendet werden. Neben dem bekannten Pesto kann man Basilikumbutter, Basilikumöl, Basilikumtee oder sogar Basilikum-Eis herstellen. Besonders lecker ist eine Kombination aus frischem Basilikum, Mozzarella und Tomaten – der klassische Insalata Caprese.

Fazit zu Basilikum

Basilikum ist weit mehr als nur ein einfaches Küchenkraut. Es bereichert Gerichte mit seinem unverwechselbaren Aroma, stärkt die Gesundheit und ist leicht anzubauen. Ob auf der Fensterbank, im Garten oder im Topf – mit etwas Pflege gedeiht Basilikum fast überall. Seine Vielseitigkeit macht es zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Küche.

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Häufig gestellte Fragen zu Basilikum

1. Wie oft sollte man Basilikum gießen?

Basilikum sollte regelmäßig, aber nicht zu stark gegossen werden. Die Erde sollte immer leicht feucht, aber niemals nass sein.

2. Kann man Basilikum im Winter drinnen halten?

Ja, Basilikum gedeiht auf der Fensterbank gut, wenn er genug Licht und Wärme bekommt.

3. Wie kann man Basilikum vermehren?

Basilikum kann durch Samen oder Stecklinge vermehrt werden. Stecklinge sind besonders einfach zu ziehen.

4. Was ist der Unterschied zwischen Thai-Basilikum und normalem Basilikum?

Thai-Basilikum hat einen anisartigen Geschmack und wird häufig in asiatischen Gerichten verwendet, während das klassische Basilikum milder schmeckt.

5. Ist Basilikum gesund?

Ja, Basilikum enthält viele Vitamine und Antioxidantien. Es wirkt entzündungshemmend, beruhigend und unterstützt die Verdauung.

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